Im  Urlaub habe ich meinen allerersten Poetry Slam Beitrag verfasst. Es ist einfach so aus mir herausgesprudelt.

Und jetzt wage ich es, mich damit einfach mal damit zu zeigen … Noch nicht ganz perfekt, aber was ist schon perfekt!

Viel Freude beim Anschauen!

P.S.: Der Ton ist leider sehr leise, daher „voll aufdrehen“ 😉  …
Ansonsten gibt es das Video auch nochmal auf YouTube …

 

P.P.S.: Ich freue mich wirklich über jedes Feedback! Und wer mag und wem dieser Slam gefällt, ihr dürft den Beitrag <3-lich gerne teilen!

Und hier noch einmal die Textform …

VinYasaLove

VinYasa – du bist so wundervoll. So einzigartig. So echt. So lebendig. So vielfältig. So kreativ. So. Ach so …  Du bist – du bist das Leben in allen Facetten. Du bist Veränderung – in jedem Augenblick. Immer wieder. Hier.

Und dann – eines Tages – kamst du.
Kamst einfach so daher. Hast mich gefunden, meine Hand genommen und mir gezeigt, dass ich tanzen kann mit dem Leben, in jedem Moment.

Völlig egal, ob der Tanz langsam ist, oder schnell.
Laut oder leise.
Schwer oder ganz leicht.

Du hast mich einfach an die Hand genommen und mich eingeladen, mir darüber gar nicht so viele Gedanken darüber zu machen,
sondern einfach zu tanzen, einfach mit dir mit zufließen.
Hast mich eingeladen, HIER zu sein, in diesem Augenblick.
Immer wieder. HIER.

VinYasa, du hast mich gelehrt, mich selbst besser zu verstehen und vor allem mich selbst nicht mehr so wichtig zu nehmen.

VinYasa, du hast mir gezeigt, die Sonne zu sehen, auch wenn da Wolken da waren, viele Wolken, dunkle Wolken
dennoch den Lichtblitz zu erspähen
und die Wolken einfach ziehen zu lassen
denn
auch das geht vorüber.

VinYasa, du hast aus mir einen Menschen gemacht,
der jederzeit gerne über sich selber lacht
und aus einer Mücke keine Elefanten mehr macht
meistens
und wenn doch,
dann
stupst du mich freundlich an und erinnerst mich dran:
Schüttle es ab,
denn
auch das geht vorüber.

Du bist mir begegnet, als ich in Tränen versank,
als mein Papa mich verließ,
ich keinen Ausweg mehr fand.
Mein Sohn einen Weg einschlug,
den ich nicht verstand,
als alles, was ich liebte,
auf einmal verschwand.

Und dann
warst du da, nahmst meine Hand.
Hast mich aufgefangen, liebevoll und galant.
Bist mit mir gemeinsam durch diesen Sturm gegangen,
hast Angst, Wut, Trauer, Scham und Schuld aufgefangen und
durchziehen lassen, denn
auch das geht vorüber.

Du hast mich gelehrt, das Kind zu sehen,
das in mir ist und
das sich nach Liebe sehnt.
Statt immer wieder wegzulaufen
und mich ständig
rumzuraufen
bleibe ich heute einfach steh(e)n
kann es aushalten
das verletzte Kind zu seh(e)n.
Nehme mir die Zeit, es
zu berühren
Es anzuhören
und mit ihm gemeinsam den
tiefen Schmerz zu spüren.
Den Schmerz einfach mal zu fühlen
ohne dabei
zu sehr aufzuwühlen.
Voller Mitgefühl.
Atmen,
denn
auch das geht vorüber.

So viele Menschen habe ich verjagt.
Habe mich gerne über mich selbst
und andere beklagt.
Habe an Schuld und Ehre
rumgenagt
lammentiert, schwadroniert
mich selbst geplagt
mit
kritischen Gedanken, Selbstvorwürfen, falschen Erwartungen, irrwitzigen Wünschen
und
sowas in der Art.

War ein Bettler sondergleichen,
war mir selbst nie genug.
Hatte immer zu wenig von allem – es
fühlte sich an wie Betrug.

Und dann kamst du,
VinYasa, nahmst mich einfach an die Hand
und
bist mit mir
durch das Leben getanzt.

Hast mir gezeigt, dass es genug ist,
einfach zu sein statt
nach mehr und immer mehr zu
schreien.

Nach Aufmerksamkeit, Anerkennung, Erfolg, Liebe und Geld – denn all das ist auch nur flüchtig und nicht die Welt.

Statt mich über Morgen zu sorgen oder dem Gestern nachzutrauern oder dieses und jenes zu bedauern
hast du mich eingeladen,
einfach HIER zu sein,

HIER.
In diesem Augenblick.
Hast mir gezeigt
wie wundervoll die Stille ist –

die Stille jenseits von BeUrteilungen, Wünschen, Erwartungen und Kämpfen –

Einfach nur mit dem Atem mit fließen. Einfach sein – sonst nichts.
Stille. Friede. Freiheit.

VinYasa, du hast mir gezeigt,
Gedanken einfach mal zu beobachten,
statt mich in ihnen zu verfangen.

Hast mich gelehrt,
nicht jeden Impuls
sofort nachzugeben.

Gefühle und Gedanken als flüchtig zu sehen
statt immer und immer wieder mit ihnen mitzugehen.

Heute betrachte ich sie mit mehr Abstand.
Lasse sie bisweilen einfach im Regen stehen.
Atme und schaue ihnen zu.

Solange,
bis der Regen aufhört,
und der Himmel wieder aufklart,
denn
auch das geht vorüber.

VinYasa, und das schätze ich sehr,
kamst nie mit erhobenen Zeigefinder daher,
hast mir nie irgend etwas aufdoktriert
hast mich einfach erleben
und mich schweben
lassen.

Frei und ohne Dogmen.
Mal schnell, mal langsam,
mal laut, mal leise
aber  immer
auf meine Weise.

Kein richtig, kein falsch
mal eckig und dann wieder rund
in allen erdenklichen Farben
einfach ganz kunterbunt
und
vielleicht ein klitzekleinesbisschen
durchgeknallt.

Du hast mich gelehrt, mich selbst zu spüren und
auch mal Grenzen
zu akzeptieren
und mich einfach
immer wieder
auszuprobieren ohne dabei
jemals
den Mut
zu verlieren.

VinYasa – du bist so wundervoll. So einzigartig. So echt. So lebendig. So vielfältig. So kreativ. So. Ach so … Du bist – du bist das Leben in allen Facetten. Du bist Veränderung – in jedem Augenblick. Immer wieder. Hier.

Namaste

 

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