Tadasana gehört definitiv zu meinen Lieblingsasanas. So scheinbar einfach und doch so unglaublich effektiv! Sie wird auch Berghaltung genannt und wenn sich jemand nicht auskennt, würde er sagen, da steht jemand. Genau! Aber in dieser Haltung stehst du nicht irgendwie, sondern du bist unglaublich präsent! Die Berghaltung ist die Ausgangslage für viele andere Yoga-Übungen. Es geht hier darum, die Höhe zu Körpers zu erfahren und „Aufrichtigkeit“ auch im übertragenen Sinne zu üben.

Je nach Thema der Yogastunde richte ich Tadasana immer etwas anders aus.

 

So kommst du rein:

Da von Tadasana aus oft die Sonnengrüße beginnen, stelle dich hierfür an den Anfang deiner Matte. Finde eine Abstand, in dem du dich wohlfühlst. Oft wird gesagt, dass die Beine aneinander sind und die Zehen sich berühren sollen. Das finde ich mit Verlaub völlig irrelevant. Ich persönlich habe die Beine gerne etwas auseinander, weil es sich besser anfühlt und ich einen viel angenehmeren Stand einnehmen kann.


Mal sind bei mir die Hände im Namaste vor dem Herzen, mal hängen die Arme locker neben dem Körper.

Spüre dann ganz bewusst in dene Füße rein, spiele gerne ein wenig damit. Und dann erde beide Füße gut – verteile das Gewicht gleichmäßig. Auch wenn es so nicht in den Lehrbüchern steht, lasse ich meine Yogaschüler hier gerne ein wenig in die Knie gehen. Sie sollen die Verwurzelung mit den Füßen spüren, sich mit der Einatmung das aus der Erde ziehen, was sie brauchen und gleichzeitig wachsen, immer größer werden und die Schulter noch einmal mit zu den Ohren ziehen und sie dann ausatmend über hinten sanft zurück zu kreisen und sie entspannt sinken zu lassen.

Der Blick geht entspannt in Richtung Horizont.

Wie fühlt sich der Berg heute an. Ggf. noch etwas die Grundspannung optimieren und die Muskeln ein wenig zu den Knochen ziehen. Aber nur etwas, denn der Körper sollte eine Grundspannung haben, ohne angespannt zu sein.

Spüre in die Stabilität im Fundament und die Leichtigkeit nach oben hinaus.

Und dann verbinde dich ganz bewussst mit deinem Atem.

Wie gesagt, je nach Thema nehme ich mir den Freiheit, hier in Tadasana einen anderen Fokus zu wählen. Wenn es um Flexibilität geht, darf der Berg sich auch gerne mal zu allen Seiten biegen! Bei Umkehrhalten oder dem 7. Chakra lasse ich die Teilnehmer gerne ihren persönlichen Wipfel, der gerne auch über den Körper hinaus geht, erklimmen – ihr höhere Selbst, um so aus der übergeordneten Perspektive alles mit Weitsicht betrachten zu können.

 

Das bringt die Berghaltung

Sie verbessert die Körperhaltung und fördert deine Konzentration und die Aufmerksamkeit. Sie stärkt das Selbstbewusstsein und erdet.

Du bekommt ein besseres Körpergefühl und sie stärkt Oberschenkel, Knie und Knöchel. In Tadasana lasse ich gerne nachspüren und richtige den Fokus immer wieder auf eine gleichmäßige tiefe Ein- und Ausatmung. Sie wirkt daher sehr beruhigend und stressreduzierend und erhöht die Energie im Körper. Tadasana ist eine Wohltat für Körper, Geist und Seele.

Den Berg kann man überall üben, auch im Supermarkt an der Schlange. Die bewusste Aufrichtung ist einfach Klasse und lässt dich in allen Bereichen wachsen und sie gibt soviel Energie! Und außerdem stärkt sie natürlich auch deinen Rücken.

Viel Freude beim täglichen Wachsen!

Namaste,

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