Veränderung1In meiner heutigen Yogastunde geht es um Veränderung. Wie oft denken wir, „Wenn die anderen sich ändern würden, wäre alles gut!“ Erstens können wir dann bis zum Sankt Nimmerlenstag warten und zweitens ist das wohl einer der größten Irrtümer überhaupt. Wenn du etwas bewegen möchtest, dann verändere dich selbst.

Dazu werde ich folgenden Text lesen: „Du musst die Veränderung sein die du in der Welt sehen willst.“

“Als Menschen liegt unsere Grösse nicht in dem wie wir die Welt erneuern können, das ist ein Mythos des Atomzeitalters, sondern in dem wir uns selber erneuern.“

Wenn man sich selbst verändert dann verändert man die Welt. Wenn du dein Denken veränderst dann veränderst du wie du reagierst und wie du handelst. So wird sich auch die Welt um dich herum verändern. Nicht nur weil du die Umwelt mit anderen Augen ansiehst, sondern weil die Veränderung dir ermöglicht Handlungen zu vollbringen die vorher nicht möglich waren, oder an die du nie gedacht hast, solange du in dem alten Verhaltensmuster steckst.

Wenn du die Welt um dich veränderst ohne dich selber zu verändern, dann bleibst du immer noch der selbe wenn du die Veränderungen erzielt hast. Du wirst immer noch die gleichen Fehler haben, wie Zorn, negatives Denken, den Hang zur Selbstzerstörung usw. Also wirst du in der neuen Situation nicht das finden was du dir erhofft hast, da du immer noch voll negativen Gedanken bist.

Ein Ortswechsel um die Problem zu entgehen wird dir nichts bringen, da die Probleme in dir mit dir gehen. Verändere dich selber zuerst, behebe deine charakterlichen Schwächen. Wenn du nicht willst das die Menschen egoistisch sind dann sei selber kein Egoist, wenn du Grosszügigkeit verlangst dann sei selber grosszügig, wenn du Toleranz erwartest dann sei selber tolerant.

>> Weitere Weisheiten Gandhis

Einstimmung in die Yogastunde:

Dieses Mantra wird zur Verehrung des Gottes Shiva gechantet.

Shiva ist der Gott der Yogis. Er ist Teil der göttlichen Trinität Brahma – Vishnu – Shiva. Und Shiva gilt als der Zerstörer und damit auch gleichzeitig als Ursacher der Schöpfung, denn ohne die Zerstörung des alten Zyklus kann keine neue Schöpfungsperiode entstehen. Brahma wirkt als Schöpfergott und Vishnu als Gott der Erhaltung. Die drei göttlichen Aspekte stellen die drei fundamentalen Kräfte der Natur dar, die es in der Welt gibt: Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung. Vor allem die Yogis verehren Shiva, da er sowohl für Veränderung als auch Transformation (Erneuerung) steht. Er zerstört alle falschen Sichtweisen und Selbsttäuschungen und schafft Platz für Neues, für Veränderungen. Weitere Infos über die Götter findest du hier >>.

 

Mobilisation

Beginne in Siddhasana, der perfekten Haltung, das rechte Bein ist vorne.

EA – Arme über die Seiten nach oben
AA – rechte Hand greift linkes Handgelenk und du dehnst dich nach rechts. Atme mehrmals tief ein und schicke den Atem in die linke Flanke. Versuche, beim Ausatmen ein Stückchen weiter in die Dehnung zu kommen
EA – Komme zur Mitte
AA – Twist zur linken Seite. Die linke Hand geht hinter dein Gesäß, die rechte Hand wird am linken Knie platziert. In jeder Einatmung schaffst du Länge in der Wirbelsäule und in der Ausatmung zieht der Nabel nach innen und du versuchst, ein Stückchen weiter in diese Drehung zu kommen. Halte den Twist einige Atemzüge
EA – Löse dann die rechte rechte Hand vom Knie, die linke Hand bleibt stehen
AA – Stelle den rechten Fuß auf, hebe das Becken an, fächere die rechte Hand über oben nach hinten, öffne dein Herz. Verweile hier ein paar Atemzüge und achte darauf, dass das Becken nicht absinkt.

— langsam lösen, dann andere Seite, linkes Bein ist jetzt vorne —

Komme danach in einen Vierfußstand.

EA – Hebe das Brustbein für die Kuh
AA – runder Rücken, Katze

— einige Male in deinem Atemrhythmus wiederholen —

EA – rechten Arm heben, Blick folgt
AA – Arm wieder senken

— einige Male auf beiden Seiten in deinem Atemrhythmus wiederholen —

EA – Brust im normalen Vierfussstand zum Boden senken, nicht ablegen, Arme sind angebeugt und eng am Körper. Achte auf eine starke Körpermitte.
AA – Körper wieder anheben und in die Katze fließen

— einige Male in deinem Atemrhythmus wiederholen —

neutraler Vierfusstand

EA – rechte Bein nach hinten ausstrecken
AA – das Bein im 45 Grad Winkel rechts abstellen
EA – rechten Arm heben, Herz öffnen
AA – Arm abstellen
EA – Bein wieder anheben und nach hinten ausstrecken
AA – Bein neben dem anderen abstellen, hier gerne nochmal in die Katze gehen

— den Flow auf der anderen Seite wiederholen, noch eine Runde, dann aber den andere Arm Ausstrecken und in die Dehnung kommen —

Anahata Asana

über Balasana, in den herabschauenden Hund nach Tadasana

2 x Sonnengruß A

  • einmal rechts in den kleinen Helden und vom Helden direkt in die Vorbeuge
  • einmal links in den kleinen Helden und von da aus dann wieder direkt in die ganze Vorbeuge

In Tadasana dann das Windrad, ca. 12 Umdrehungen von vorne nach hinten und ca. 12. Umdrehungen von hinten nach vorne. Wer hier gerne etwas powern möchte, kann sich für das Windrad in den Stuhl – die mächtige Haltung – setzen

Sonnengruß A

  • mit Salambasana, der Heuschrecke, statt Kobra
  • Anjaneyasana, dann vordere Bein strecken, 2-3 mal pro Seite
  • zwischen den beiden Seiten durch ein Vinyasa deiner Wahl fließen

In Tadasana angekommen den Flügelschlag, gerne wieder im Stuhl.

Sonnengruß A

  • mit dem Bogen statt Kobra
  • Anjaneyasana, jeweils das hintere Bein greifen und hier in die Dehnung + Rückbeuge gehen

In Tadasana – > nochmal in Natarajasana, den Tänzer oder alternativ in Dancing Shiva, beide Seiten

In Tadasana bei leicht grätschen und in Malasana gehen.

Hände vors Herz, Ellbogen und Knie drücken zusammen.

Twist in Malsana.

Dann das Gesäß langsam absetzen. Erde dich hier richtig und entferne nochmal das Sitzfleich von den Sitzbeinhöckern.

Komme dann langsam und achtsam in eine Alternative der Schildkröte.

Hierfür kommen deine Fußsohlen zueinander und du lässt die Knie nach außen sinken. Deine Arme legt du unter die Beine und dann greifst du dir deine Füße. Mit jeder Einatmung schaffe Länge in der Wirbelsäule und mit jeder Ausatmung lässt du dich ein bisschen mehr nach vorne fallen.

Hier dann einige Atemzüge in der Vorbeuge genießen oder weiter gehen in die ganze Schildkröte. Dafür die Arme nach hinten und die Beine nach vorne ausstrecken.

Sei hier ganz achtsam mit dir selbst und schaue einfach, wie den Körper reagiert. Nichts mit Macht wollen, einfach geschehen lassen. Veränderungen brauchen oft viel Zeit und Geduld. Nehme das nur zur Kenntnis und werte hier nicht.

Dann löse dich achtsam aus dieser Position, komme zum Liegen und hier noch einmal in eine liegende Malasana-Variante.

Hierfür zeigen die Fußsohlen zur Decke, die Beine sind angewinkelt und gespreizt. Die Hände sind vor deinem Herzen zusammen und du drückst mit den Ellbogen gegen deine Knie.

Genieße hier einige Atemzüge, lass nochmal alte Gefühle in dieser Hüftöffnung ziehen und dann nimmst du deine Knie wieder zusammen und kommst zum Abschluss noch in einen liegenden Twist.

In Shavasana werde dir noch einmal der Veränderungen bewusst. Wie hat sich dein Körper am Anfang der Praxis angefühlt und wie fühlt er sich jetzt an.

Nimm das wahr und dann lasse ganz bewusst alles sein. Alle Anspannungen lösen sich, Gedanken und Gefühle dürfen ziehen. Du wirst von der Erde getragen. Es gibt nichts mehr zu tun. Gebe dich dem bloßen Sein hin und genieße einen Moment der Stille in Shavasana.

Namste!

Kerstin

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