AufgeraeumtlebenUnsere Wohnungen sind vollgestopft mit Dingen, die uns die Luft zum Atmen nehmen und unser Leben belasten.

Diese Erfahrung macht die Wohnberaterin Constanze Köpp tagtäglich. Sie weiß: Nirgendwo lassen sich Träume leichter ver­wirklichen als in den eigenen vier Wänden.

Um zufriedener und glücklicher zu leben, genügt es oft, uns von überflüssigem Ballast zu trennen und in der Wohnung Platz zu schaffen – für uns selbst und für andere.

Hört sich erstmal abgedroschen an, aber wer sich mal intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt hat, wird die posititiven Auswirkungen bemerken. Ich bin seit einem guten Jahr dabei, richtig aufzuräumen. Einen großen Teil hat mir der Starkregen in Münster abgenommen – hier hieß es von jetzt auf gleich „literweise loslassen!“

Klar hätte ich im Nachhinein schon gerne selbst darüber bestimmt, was geht und was bleibt, aber auf der anderen Seite: Was weg ist, ist eben weg. So gesehen hat diese „Katastrophe“ einmal alles ausgewischt und mit viel Zeit erspart.

Tja, und so aufgeräumt und reduziert ist auch wieder Platz vorhanden, Platz für neue Ideen und vor allem für Luft – ganz viel Luft zum Atmen.

Die Autorin, der ich unbedingt die Tage auch noch ein paar Fragen stellen möchte, beschreibt aber auch, dass das kontinuierliche Ausmisten nicht nur bei materiellen Dingen für mehr Freiheit sorgt. Manchmal sind wir auch von Menschen umgeben, die sich anders entwickeln und deren Nähe uns nicht immer guttut. Auch in diesem Bereich sollten wir achtsam sein und nicht alles Anhäufen. Nur weil es irgendwann einmal schön war heißt es nicht, dass es immer so ist. Alles verändert sich kontinuierlich – auch Menschen, mit denen wir ein Stück des Weges gegangen sind. Dann heißt es irgendwann, in Dankbarkeit Abschied zu nehmen und dem anderen alles Gute zu wünschen.

Besonders gut gefallen hat mir das Kapitel über die lästige Hausarbeit. Ich gehöre auch zu den Menschen, die der Hausarbeit und dem Kochen nicht allzuviel abgewinnen können. Ich habe es schon mit allerlei Tricks probiert – vergeblich. Das ganze mit ganz viel Liebe anzunehmen, habe ich noch nicht ausprobiert. Aber ich werde es versuchen, versprochen :-). Zudem ist Hausarbeit eine wunderbare Beschäftigung, um sich in Achtsamkeit zu üben.

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