kerstinÜberLeben – so lautete das Motto letzten Jahre. Viele kleine und mehrere große Krisen führten dazu, dass am Ende alles in einer riesengroßen Lebenskrise explodierte, in der ich zu ertrinken drohte.

So klein. So verletzlich. So allein. Aber doch irgendwie immer noch so lebenshungrig.

Und so fing ich an, neue Wege zu gehen und zu entrümpeln. Und das geht nur, wenn man sich die Dinge ganz genau anschaut.

Der erste und schwerste Gang war der Weg in den tiefen dunklen Keller, in dem noch immer das Trauma der Vergangenheit ruhte. Dunkel, ekelerregend, richtig gemein und unansehnlich. Etwas, was man sich nicht wirklich gerne ansieht. Etwas, was ich dachte, längst überwunden zu haben. Aber diese Wunde war nicht verheilt. Sie war nur hinter einem dicken Panzer versteckt, der plötzlich am Bröckeln war.

Mein bisheriges Leben glich einer Achterbahnfahrt. Unten angekommen bin bin einfach immer wieder aufgestanden, neu angefangen und irgendwann wieder mehr oder weniger tief gefallen. Hoch, tief, hoch, tief. Die letzte Achterbahnfahrt hat mich derart schonungslos ins Tal geschleudert, dass ich nur noch Sterne gesehen habe. Und es fehlte mir auch die Kraft für einen erneuten „Aufstieg“.

Also habe also beschlossen, aus diesem Karussell auszusteigen und ganz einfach mal neue Wege zu gehen. Dabei habe bin ich Dingen auf die Schliche gekommen, die mir so garnicht guttun: Selbstzweifel, Enttäuschungen, Angst, Wut und Zorn, Neid, Gier und noch so manchen Ballast, der mir das Leben oft verleidet (hat) …

Nach und nach versuche ich jetzt, diesen ganzen Krempel loszuwerden und einfach zu leben. Ohne Achterbahnfahrten. Von denen habe ich gehörig die Schnauze voll ;-).

Natürlich geht das nicht von heute auf morgen – schließlich habe ich viele Jahre lang mit Kämpfernatur und dem dicken Panzer gelebt, der mir irgenwie auch das Leben gerettet hat. Aber genauer betrachtet ist er jetzt über und daher möchte ich mich von unsinnigen Vorstellungen und veralteten Gedanken trennen. Loslassen. Und meine Schritte werden leichter. Immer leichter. Herrlich. Erfrischend. Yeah!

Ich habe in der letzten Zeit ein ganz neues Lebensgefühl bekommen und genau darum dreht sich alles in diesem Blog: so ham – einfach leben. Mein neues erLeben.

Und natürlich ist nicht alles immer rosig und easy going. Immer wieder stehe ich vor neuen Herausforderungen und muss mir eingestehen, dass es richtig schwer ist, die alleinige Verantwortung für mein Leben und meine Gedanken zu übernehmen.

Ich würde mich freuen, wenn sich im (noch geschlossenen) Cafe viele Menschen, die sich ebenfalls mit ihrer Persönlichkeitsentwicklung und mit dem Leben allgemein beschäftigen, einfinden, um sich zu unterschiedlichsten Themen auszutauschen und zu stärken. Mir fehlt ganz oft ein Austausch auf Augenhöhe und wenn ich z.B. mal wieder nervigen Besuch von meinen Selbstzweifeln bekomme, dann täte ein gut gemeinter Schups, ein Hinweis oder ein Rat sicherlich sehr gut.

Ein offener Austausch bedeutet, den anderen und seine Meinungen und Erfahrungen zu respektieren. Ich möchte einfach, dass wir freudlich uns respektvoll miteinander umgehen. Es soll ein persönlicher Treffpunkt werden, daher kommt ihr nur mit vorheriger Anmeldung zutritt. Damit jeder weiß, mit wem er es zu tun hat, gibt es die Möglichkeit, sich kurz vorzustellen. Da viele Menschen sich nicht gerne „öffentlich“ zeigen, könnt ihr natürlich einen Nickname verwenden. In der Rubrik Moment mal werde ich mir regelmäßig kleine Aufgaben stellen und vielleicht hat der eine oder die andere Lust, mitzumachen und sich auszutauschen. Wenn dich das interessiert, dann kannst du dich gerne schon bei mir melden! Ich gebe dann Bescheid, sobald Neueröffnung ist!

Und ich möchte möglichst viele tolle Menschen kennenlernen und hier – wenn ich darf – auch ihre Geschichten erzählen, und zwar, weil sie mich auf die eine oder andere Art ansprechen.

In meinen Geschichten geht es mir nicht (immer) um das augenscheinlich Interessante, das Äußere, was jeder sieht, sondern um das, was auf den ersten Blick vielleicht gar nicht auffällt. Ich möchte Geschichten erzählen, die mich und hoffentlich auch ganz viele andere inspirieren und berühren. Geschichten, die mutig sind und die Mut machen! Mal sind sie lauter und mal ganz still und leise. Mal besonders, mal alltäglich. Mal lang, mal kurz. Ich freue mich einfach auf viele spannende Begegnungen und lasse mich überraschen.

Außerdem möchte ich selber Dinge ausprobieren, möchte über Grenzen gehen und euch meine Erfahrungen mitteilen. Und als solche möchte ich diese auch zu verstehen wissen.

Es geht – wenn überhaupt – um meine persönlichen Werte und mein persönliches erLeben – da gibt es kein generelles gut oder schlecht, richtig oder falsch. Wenn ich mich beispielsweise nach sechs Wochen veganer Ernährung nicht leichter und besser fühle, dann ist es so, auch wenn andere damit ganz andere Erfahrungen gemacht haben. Ich möchte mich davor hüten, irdenwem (m)eine Meinung, (m)ein Urteil oder (m)eine Lebensphilosophie aufzudrängen – ganz abgesehen davon würde ich niemals behaupten, Recht zu haben. Es geht um subjektive Eindrücke, Erfahrungen, Gedanken.

Im dunklen Januar habe ich z.B. an einer Huskytour teilgenommen. Ganz spontan. Cool – werden einige denken und dabei übersehen, dass es im Januar in Nordnorwegen sehr dunkel und wirklich richtig cool ist. Das Thermometer kletterte in dieser Zeit auf über 30 Grad, minus wohl bemerkt.

Ein Handy hat kaum Überlebenschancen ist so hatte ich fünf Tage lang keinen Kontakt zur Außenwelt … Was ich erlebt habe, das könnt ihr hier lesen.
Es wird noch eine Weile dauern, bis ich wirklich soweit ausgemistet habe, dass ich mit mit leichtem Gepäck auf den Weg mache, um einfach zu leben. Ohne Druck in den Tag hinein. Da verweilen, wo es sich gut und richtig anfühlt und das tue, was gerade ansteht. Als ich früher gefragt wurde, was ich denn werden wolle, habe ich immer mit „Lebenskünstlerin“ geantwortet. Das ist mir ehrlich gesagt in den letzten Jahren nicht wirklich gelungen, aber ich merke, wie dieser schon fast vergessene Wunsch wieder an die Oberfläche kommt. Die Ferne ruft und mein Gefühl sagt mir: folge diesem Ruf!

Ich möchte dann weiter über die Menschen berichten, die mir begegnen und über meine Erfahrungen mit dem, was gerade ist!

Da ich mittlerweile leidenschaftlich gerne Yoga unterrichte und hier wirklich eine spezielle und schöne Art gefunden habe, meine Themen zu transportieren, stelle ich mir unter anderem vor, gegen Kost, Logis und vielleicht ein Taschengeld an unterschiedlichen Orten Yogaretreats abzuhalten – das passt wunderbar zu meinem mobilen Yogakonzept! Oder ich werde an anderen Orten gebraucht! Ich kann so dies und das und scheue mich auch nicht, neue Dinge auszubrobieren! Ich freue mich schon jetzt über jede „Einladung“, eure außergewöhnlichen Projekte, eure Geschichten, das gemeinsame ErLeben für einen kurzen oder längeren Augenblick!

So’ham – einfach leben. Das passt in vielfältiger Hinsicht.

So’ham ist Sanskrit und besteht aus den Silben „sah“ für „er“ und „aham“ für „ich“. Das kann mit „Er ist ich“ oder auch „Ich bin“ oder „Ich bin das“ übersetzt werden und symbolisiert dadurch unsere Einheit mit dem Absoluten, mit dem höchsten Bewußtsein oder bei uns auch als „Gott“ beschrieben. In jedem von uns steckt also „göttliches“, ob wir wollen oder nicht. Das Mantra So’ham zeigt uns den Weg, mit unserem wahren Sein in Berührung zu kommen und eine Beziehung aufzubauen. Soham ist der Weg zu unserer wahren Natur, zu einem höheren Bewußtsein.

Ich freue mich auf diesen spannenden Weg!

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein schönes Verweilen, Inspirationen und ich hoffe, dass ihr hier von Zeit zu Zeit etwas für euren Weg mitnehmen könnt!

Namaste!

 

Kerstin

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