Du kannst diese Meditationen im Sitzen aber auch gerne im Liegen durchführen.

Ich persönlich finde, dass Sie für den Abend wundervoll geeignet ist, um zur Ruhe zu kommen und den Tag hinter sich zu lassen, aber das mag bei jedem unterschiedlich sein.

 

Meditation zum Anhören:

 

Meditation zum Anleiten:

Finde jetzt einfach eine Position, die dir behagt und sorge dafür, dass du jetzt ein paar Minuten völlig ungestört bist.

Und dann schließe sanft die Augen. Vielleicht bemerkst du, dass sich hinter den geschlossenen Augen aus sich selbst heraus schon etwas Ruhe einstellen kann. Dein Unterbewusstsein und dein Körper wissen, was zu tun ist. Alles darf sich jetzt lösen.

Nimm wahr, wie sich deine Muskeln entspannen – wie die Atmung ruhiger wird. Spüre, wie alle Prozesse ineinander greifen, damit sich die wohltuende Ruhe immer weiter ausbreiten kann.

In dieser Ruhe haben auch die Begebenheiten des Tages und all das, was dich in letzter Zeit beschäftigt hat, ihren Platz.

Und weil Ruhe und Erholung in der Natur leichter gefunden wird, begib dich in Gedanken an einen schönen Ort, an dem es auch viele unterschiedliche Bäume gibt. Vielleicht kennst du den Ort, vielleicht entspringt er deiner Phantasie – das ist ganz egal. Wichtig ist, dass es ein Ort ist, andem du dich wohl, geborgen und sicher fühlst. Es ist ein schöner Tag im Herbst.

Visualisiere deinen Ort in aller Ruhe. Vielleicht bist du gerade irgendwo an einem See, an einem Fluss, im Wald oder in den Bergen.

Die Herbst hat die Landschaft in schöne Farben getaucht und du erfreust dich an dem bunten Farbenspiel.

Was für Farben siehst du?

Kannst du Geräusche wahrnehmen?

Den Geruch des Herbstes?

Und spürst du den Wind auf deiner Haut?

Und dann beginnt der Wind, mit den vielen bunten Blättern zu spielen, die sich allmählich von den Bäumen lösen. Er lässt sie tanzen.

Stelle dir nun vor, die Blätter sind deine Gedanken.

Und du beobachtest das quirlige Treiben.

Dein innerer Zeuge – Sakshi Bhava – ist dabei völlig wertfrei – nimmt einfach alles nur zur Kenntnis.

Da ist vielleicht ein buntes Blatt mit einem Gedanken über eine schöne Begegnung, über ein paar liebe Worte oder ein erfolgreiches Ereignis. Andere Blätter wiederum mögen etwas dunkler sein. Schaue einmal, welche Gedanken sich dahinter verbergen.

Und oft kommt ein Gedanke nicht alleine, sondern bringt ein Gefühl mit sich.

Und auch das beobachtest du einfach nur. Lasse alles da sein.

Beobachte diesen Blättertanz aus der Entfernung, ohne einzugreifen und ohne dich mit einem der Blätter zu identifizieren. Jedes einzelne Blatt hat seinen Platz, keines ist besser oder schlechter.

Entspanne dich einen Augenblick lang in diesen Tanz hinein.

 

 

Es wird Tage geben, an denen es windiger ist und du dem Treiben kaum folgen kannst, an anderen Tage wird es ruhiger sein.

Es wird Tage geben, da ist das der Blättertanz bunt und hell, an anderen eher grau und dunkel.

Und manchmal kommt ein Gedankenblatt immer und immer wieder und hat vielleicht wenig Gesellschaft von anderen Blättern und an anderen Tagen ist jedes Blatt kurz und flüchtig.

All das beobachtest du einfach nur.

Wenn du magst, stelle dir vor, wie dein „Sakshi Bhava“ hinter dem Punkt zwischen den Augenbrauen – deinem dritten Auge – sitzt und sich den Gedanken- und Gefühlstanz anschaut.

Mach dir bewusst, dass du alles beobachten kannst.

Und in dem Moment ist Distanz da. Das, was du beobachten kannst, bist du nicht. Du bist also weder dein Gedanke, noch dein Gefühl.

Und das heißt, dass du mit etwas Übung in der Lage bist, Einfluss auf diesen Tanz zu nehmen.

Vielleicht spürst du in diesem Augenblick eine wohltuende Erleichterung.

Es mag der Augenblick gekommen sein, wo der Wind nachlässt und so manch ein Gedankeblatt zur Ruhe kommen kann.

Vielleicht sinkt es einfach für eine Weile zu Boden, vielleicht trägt der Wind es ganz fort.

Und wenn ein paar Gedanken noch etwas tanzen wollen, lasse sie tanzen. Erzwinge nichts, beobachte einfach weiter …

Und irgendwann – vielleicht – werden sie alle müde … Sinken für eine Weile zur Ruhe oder verschwinden ganz.

Und dann ist sie da: Stille. (Shavasana)

Und dann nimm wieder den kühlen Luftzug an deiner Nasenspitze wahr. Werde dir des Raumes bewusst, der dich umgibt und spüre in deinen Körper hinein. Beginne ihn, mit kleinen, sanften Bewegungen zu wegen und komme auf eine für dich angenehme Art und in deinem Tempo zurück ins HIER und JETZT.

 

Viel Freude mit der Meditation!

Bis bald und Namasté!

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