Beim Thema Willenskraft wird unser dritten Chakra – das Nabel- oder auch Manipura-Chakra – angesprochen.

Themen wie Selbstbewusstsein, Willenskraft und Mut werden mit diesem Chakra in Verbindung gebracht. Ihm wird die Farbe Gelb zugewiese – ein starkes Sonnengelb – dass dir viel Energie und Antrieb gibt.

Wenn das dritte Chakra blockiert ist, dann fällt es den Menschen schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden und ins Tun zu kommen. Oft stehen wir auch da und wissen einfach nicht, welchen Weg wir nun einschlagen sollen.

Menschen mit einem geöffnete Solarplexuschakra hingegen sind selbstbewusst, antriebsstark und innerlich sehr ausgeglichen. Sie hören auf ihr Bauchgefühl, können sich leicht entscheiden und sie stellen sich ihren Ängsten. Mit Widrigkeiten und Kritik können sie gut umgehen, da sie einfach gefestigt sind.

Diese Yogapraxis kann dir dabei helfen, dein inneres Feuer zu entfachen und herauszufinden, wofür du wirklich brennst!

Das Stundenbild ist für körperlich gesunde Menschen mit Yogaerfahrung geeignet. Die Übungen können aber alle angepasst und „runtergeschraubt“ werden …

 

Einstieg in die Stunde / Anfangsmeditation

Finde eine für dich angenehme Position in der Rückenlage. Ruckel dich so zurecht, dass du dich wirklich wohlfühlst. Wenn du magst, dann wiege deinen Kopf ganz sanft von links nach rechts, von rechts nach links …

Und wenn sich alles gut anfühlt, schließe sanft deine Augen.

Komme in aller Ruhe hier an – an diesem Ort und in deiner Yogapraxis.

Nimm wahr, wie du heute hier bist. Beobachte die Gedanken, die dir vielleicht noch durch den Kopf gehen. Nimm wahr, wie du dich gerade fühlst und spüre auch mal in deinen Körper hinein und nimm wahr, wie sich dein Körper gerade anfühlt.

Und ganz egal, was immer sich jetzt auch in deinem Bewusstsein zeigen mag – werte nicht, beobachte einfach nur.

Nimm dich aus dem Geschehen heraus und bleibe Zeuge dessen, was irgendwann auf der Leinwand deines Gewahrseins auftaucht, was hier eine kurze oder auch etwas längere Weile präsent ist und was dann irgendwann auch wieder geht.

Und dann erlaube dir, deinen Alltag für die Zeit dieser Yogapraxis wirklich einmal loszulassen und dabei hilft dir dein Atem.

Komme mit deiner ganzen Aufmerksamkeit zum Atem und nimm wahr, wie er durch die Nasenlöcher vorbei an deinen Naseninnenwänden in den Körper einströmt und wie er ihn irgendwann auf diesem Wege auch wieder verlässt.

Beeinflusse den Atem erstmal nicht – lasse ihn jetzt so kommen und so gehen, wie er gerade kommen und gehen möchte – ganz natürlich. Und du folgst ihm einfach nur – von Moment zu Moment, von Atemzug zu Atemzug – fließt einfach mit deinem Atem mit und bist so ganz automatisch immer HIER – im gegenwärtigen Augenblick.

Und während du jetzt allmählich deinen Atem tiefer werden lässt und vielleicht auch deinen Ujjayi-Atem etablierst, komme mit deiner Aufmerksamkeit einmal zu deiner Körpermitte.

Hier, ein paar Zentimeter über dem Nabel, befindet sich dein drittes Chakra, das Manipura Chakra. Nimm wahr, wie sich deine Bauchdecke mit jeder Einatmung leicht wölbt und wie sie mit der Ausatmung sanft noch innen fällt.

Visualiere hier in diesem Bereich ein schönes kräftiges goldgelbes Licht. Verweile einen Augenblick bei diesem Licht und gib ihm soviel Aufmerksamkeit und Kraft, wie es gerade geht.

Das dritte Chakra ist mit dem kraftvollsten aller Elemente verbunden: mit dem Feuer! Feuer ist Leidenschaft pur. Passion! Es unterstützt uns dabei, unsere Wünsche und Träume zu verwirklichen. Wir brauchen Durchsetzungskraft, Selbstbewusstsein und Willensstärke, damit unsere Wünsche und Träume keine Luftschlösser bleiben.

Nimm jetzt einmal deine Hände ins Mantari Mudra. Die Finger verschränken sich, bis auf die Zeigefinger und die Daumen, die du ananander nimmst. Die Daumen zeigen zum Chakra, die Zeigefinger zeigen nach oben. Sie symbolisieren den Weg des Feuers „Agni“ – das Lebensfeuer.

Spüre jetzt tief in dich hinein. Wofür bist du Feuer und Flamme? Wofür brennst du wirklich? Spüre auch die Kraft, die du aufbringen kannst, die Kraft, die in dir ist, um genau das zu tun, das zu erreichen, wofür du brennst! Spüre dieses kraftvolle lodernde Feuer in dir und nimm es mit in deine Yogapraxis hinein ….

 

Yogapraxis Feuer & Flamme

 

Shavasana

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, nochmal auf das Thema Willenskraft einzugehen. Du kannst entweder eine Meditation wählen, die das dritte Chakra anspricht oder gerne auch diese Meditation zum Element Feuer einbringen ….

 

Lege dich entspannt auf den Rücken. Richte dich so ein, dass du ganz bequem liegst und deine Energie ganz frei fließen kann.

Lasse jetzt Ruhe einkehren … – Ruhe in den Körper und Ruhe in den Geist.

Spüre, wie diese wohltuende Ruhe dich immer mehr einnimmt, wie sich dich ummantelt, umhüllt und jede einzelne Zelle deines Körpers dringt. Ruhe. Stille.

Dein Atem fließt ruhig und gleichmäßgig. Mit jedem Atemzug entspannst du mehr und immer etwas mehr …

Deine Gesichtszüge sind ganz sanft und weich, die Kieferknochen liegen locker aufeinander und auch die Zunge liegt locker im Mundraum …

Der ganz Körper entspannt mehr und mehr … Spüre, wie er tiefer in die Unterlage sinkt. Lass dich einfach von der Erde tragen und genieße es, einmal nichts tun zu müssen ….

Und dann visualisiere jetzt einfach ein Feuer. Es kann die Flamme einer Kerze sein, oder ein Lagerfeuer – visualisiere es, so gut es dir möglich ist.

Blicke eine Weile in die Flamme. Spürst, wie die Flamme eine kraftvolle Ruhe ausstrahlt.

Atme weiter ruhig und gleichmäßig ein und aus. Alle negativen Energien fließen mit der Ausatmung einfach aus dir heraus.

Nimm nun das Feuer mit allen Sinnen wahr.

Lass das Außen los und höre nur noch auf dich selbst, auf deine eigene Mitte. Spüre nochmal tief in dich rein. Wofür brennst du wirklich?

Visualisiere, dass du in einem Meer aus Feuer stehst. Ein Feuer, dass dich nicht verletzt, sondern das unbändige dir Kraft schenkt!  Ganz viel Kraft. Ein Feuer, dass dich stärkt und dir hilft, am Ball zu bleiben. Dass dir erlaubt, alle Barrieren zu sprengen.

Nimm mit jedem Atemzug das Kraft des Feuers in dir auf. Und spüre, wie sich die Kraft in dir ausbreitet.

Erst ganz langsam und dann immer mehr.

Lasse jetzt jede Form der Angst los – du weißt, dass dieses Feuer dir nichts anhaben möchte. Du kannst dich an ihm weder verbrennen noch ersticken. Die Feuer stärkt dich von innen und außen.

Spüre, wie alles zu vibrieren beginnt …

Eine neue, ungeahnte Kraft breitet sich aus … Eine Kraft, die dir Ruhe und Frieden schenkt … Eine Kraft, die dich bestärkt, Schritt für Schritt deinen Weg zu gehen.

Du bist erfüllt von dieser unbändigen Kraft aus Glück, Frieden und Ruhe.

Nimm das bewusst wahr.

Dein Bewusstsein öffnet sich nun vollkommen in dieser Hingabe.

Lass die entzündete Flamme in deinem Körper noch etwas weiter brennen. Entspanne dich in die ruhende Kraft des Feuers hinein.

Spürst du die Kraft? Die neue Energie? Heiße sie willkommen! Lasse sie durch dich durchfließen – durch den Körper im durch den Geist.

Genieße noch einen Augenblick diese ruhende, kraftvolle Energie im hellen Licht deines Seins in deinem Shavasana.

(Pause)

Gong.

Dann spürst du, dass es Zeit wird zurückzukehren.

Verbinde dich noch einmal mit der Kraft des Feuers in dir. Und dann lasse die Flamme gehen und mit ihr alle Sorgen, alle Zweifel und alle Ängste, die dich manchmal davon abhalten, das zu tun, wofür du wirklich brennst.

Du weist jetzt, dass du eine unbändige Kraft in dir hast. Spüre, dass du es schaffst!

Und du kannst dich jederzeit wieder mit dem Feuer in dir verbinden kannst, wenn dich doch mal wieder Zweifel oder Ängste aufsuchen sollten.

Gestärkt und voller Zuversicht und Vertrauen zu dir selbst kommst du langsam wieder zurück ins Hier und Jetzt.

Spüre in deinen Körper hinein und beginne, ihn mit kleinen, sanften Bewegungen zu wecken […]

Hier folgt deine individuelle Verabschiedung!

 

Inspirationen für dich!

Hier noch ein paar Inspirationen, die du in deine Stunde / oder in deinen Workshop einbauen kannst. Oder eben einfach nur für dich selbst <3!

Wofür bist du Feuer und Flamme? Zum Ausdrucken und selbst ausfüllen ….

 

Hier noch ein paar persönliche Tipps zur Steigerung der Willenskraft …

  • Wer sich gesund, fit und ausgeschlafen fühlt, der hat einfach mehr Antrieb und mehr Selbstbewusstsein …
  • Yoga und Meditation helfen dabei, konzentrierter, focussierter, ruhiger und auch fitter zu werden. Auch der Schlaf – gerade wenn du abends darunter leidest, dass das Gedankenkarussell einfach nicht abzustellen ist – wird deutlich besser werden.
  • Fange in kleinen Schritten an und steigere dich langsam.
  • Wenn es mal nicht so klappt, nicht hadern. Lerne, dir selbst zu verzeihen. Jetzt ist schon wieder ein neuer Moment!
  • Nimm das Mantra „Ich schaffe das!“ mit in den Tag.
  • Führe ein Dankbarkeits- und Wertschätzungstagebuch. Notiere dir jeden Abend, was an dem Tag gut gelaufen ist und konzentriere dich auf die Fortschritte. Wertschätze jeden noch so kleinen Schritt!
  • Motivation ist das A und O. Mache dir klar, warum du etwas möchtest und warum es sich lohnt, am Ball zu bleiben! Finde heraus, wofür du wirklich brennst. Wenn du etwas meinst, tun zu müssen, weil es andere von dir erwarten, dann kann das nicht funktionieren. Es geht um dich, denn es ist dein Leben!
  • Schreibe deine to do´s auf Post-its und sobald du etwas erledigt hast, stecke den Zettel in ein großes Glas. Wenn es voll ist, belohne dich <3!

Auf geht’s! Komme ins Tun und fange einfach an. JETZT!

Hier gibt es das ganze Stundenbild inklusive Anfangsmeditation, geführter Endentspannung, Karten und Inspirationen zum kostenlosen Download. Und wenn dir die Stunde gefällt, freue ich mich wirklich riesig über ein Feedback im Kommentar und auch für ein Like meine Facebookseite. Teilen ist ebenfalls herzlichst erwünscht <3! Die Stunde und auch die Unterlagen dürfen natürlich für den eigenen Unterricht verwendet werde, aber ich bitte euch, das Copyright zu beachten und mich/meinen Blog als Urheber zu nennen …

Danke!

Bis bald und Namasté!

Beitrag teilen...