Es gibt unzählige Meditationen und dafür ist es nicht notwendig, immer still auf einem Meditationskissen zu hocken. Ich höre immer wieder, dass das vielen nicht leicht fällt. Ich habe auch nicht immer die Muße und je nach Stimmung muss einfach auch mal was aus mir rauskommen dürfen.

Im letzten Jahr habe ich mit etwas intensiver mit der dynamischen Meditation von Osho beschäftigt und sie kennen und lieben gelernt.

Allerdings ist es einen Morgenmediation, da sie sehr energetisierend ist! Und da ich im Winter meinen „Winterschlaf“ brauche, steige ich wieder ein, wenn die Tage länger und mein Schlaf kürzer wird 😉 …

Diese Meditation verläuft in fünf Phasen:

 

Erste Phase: Atmen (10 Minuten)

In dieser Phase geht es darum, wild und kräftig zu atmen und dabei den Fokus auf die Ausatmung zu richten (Kapalabhati). Die Körperbewegungen werden dazu natürlich angepasst. Versuche, zum Atem selbst zu werden.

Dieser Abschnitt ist anfangs richtig anstrengend, da man dabei auch schnell mal hyperventilieren kann … Daher lasse ich es gerne etwas ruhiger angehen – schon das allein gibt viel Energie <3!

 

Zweite Phase: Freestyle Explosion (10 Minuten)

In der zweiten Phase darf alles raus, was raus möchte! Weine, lache, brülle was das Zeug hällt. Bewege den Körper so, wie er sich intuitiv vewegen möchte! Schüttel dich, springe, tanze, wälze dich am Bode. Halte wirklich nichts zurück – lasse alles raus! Versuche nicht, darüber nachzudenken!

Das kann für viele erstmal sehr befremdlich sein. Fange einfach an, lass den Kopf aus und du wirst merken: wie geil ist das denn!

 

Dritte Phase: Huh! (10 Minuten)

In dieser Phase springst du mit erhobenen Armen auf und nieder und rufst dabei immer wieder das Mantra HUH! HUH! HUH! Rufe das Mantra so tief aus dem Bauch heraus, wie es dir möglich ist. Gib hier alles, erschöpfe dich total!

Diese Phase ist, wenn man die ganze Zeit kräftig hüpft, wirklich mega anstrengend und für Menschen mit Knieproblemen auch eher suboptimal. Wenn dem so ist, schwäche die Phase etwas ab und gehe einach nur leicht in die Knie – ist auch anstrengend genug 😉 …

 

Vierte Phase: Stille (15 Minuten)

Sobald das „Stopp!“ Zeichen ertönt, frierst du auf der Stelle ein, möglichst genau in der Position, in der du dich gerade befindest.Beobachte still, was passiert.

Osho sagte, man solle keine Korrekturen vornehmen und sowohl ein Husten oder eine kleine Bewegung lasse die Energie abfließen und die vorherigen Anstrengen seien umsonst gewesen.

Ich sage: das macht nur mürbe. Osho war sonst in seinem Denken auch sehr frei. Überstehe die Phase so gut, wie es gerade möglich ist. Ich empfinde sie oft als sehr angenehm.

 

Fünfte Phase: Feiere dich und das Leben (15 Minuten)

In der fünften Phase tanzt du einfach im Rhythmus der Musik. Feiere dich, feiere das Leben. Spüre eine tiefe Dankbarkeit und sei einfach glücklich.

In dieser Phase mache ich persönlich einfach das, was mit guttut – und manmal auch etwas Yoga. Yoga ist für mich auch ein Tanz.

 

Erinnerungskarte

Diese Osho-Phasenkarte habe ich mal nach einer dynamischen Meditation gemalt. Die kannst du dir gerne als „Reminder“ ausdrucken:

 

Mein Fazit

Die dynamische Meditation nach Osho ist wirklich effektiv und toll, aber natürlich gibt es hier auch zwei Haken. Die eine ist die, dass es hier zwischendurch echt abgeht und man sie daher nicht überall machen kann und möchte und außerdem ist sie echt laaannng! Zeit. Nach Osho soll man sie unbedingt eine Stunde lang praktizieren.

Es besteht die Möglichkeit, nach „Innen“ zu schreien, aber das ist für mich persönlich keine Alternative …. Aber: wenn das Wetter mitspielt, kann man ggf. einfach mal raus in den Wald gehen und hier meditieren. Musik auf dem Handy abspeichern und eine Bluethooth Box im Gepäck. Oder ihr sucht euch einfach eine Meditationsgruppe – die dynamische Meditation ist in der Gemeinschaft eh viel schöner und effektiver. Wer in Münster wohnt, schaut gerne mal hier: naran-artmann.de.

Die Musik für diese Meditation wurde von Deuter komponiert und steht auf Spotify zu Verfügung, es gibt sie aber auch als CD zu kaufen.

Weitere Infos bekommst du auf www.osho.de.

Und noch ein Tipp: Wenn du wenig Zeit hast, dir die Medi aber eine gute Energie für den Tag gibt: kürze die einzelnen Phasen etwas… Für eine Kurzmedi mache alle Phasen 2 Minuten, für eine halbe Stunde 5 Minuten. Einfach Ausprobieren!

Teste es auch mal mit anderer Musik aus – warum nicht?

Und wenn Osho jetzt mit dem Kopf schüttelt, denn isset eben eine neue Medi ala Kerstin, Frauke, Franz oder Heiner. Just be free!

 

Bis bald und Namasté!

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