Die Raunächte sind ebenso spannend, wie besinnlich, sie begleiten uns am Jahresende ins neue Jahr und schenken uns ein bisschen Pause, eignen sich sehr gut um nach Innen zu schauen, zu reflektieren und sich über seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden.

Wir können die Zeit außerhalb der Zeit hervorragend dafür nützen, um uns von Altlasten zu befreien, innere Einkehr zu halten, unseren inneren Funken, unser Licht wieder zu entdecken, damit wir erkennen, was wir wirklich wollen.

Versuche, dir in dieser Zeit mindestens eine Stunde wenn nicht sogar mehr Zeit für dich zu nehmen.

 

Die erste Rauhnacht: 25. Dezember

In der ersten Rauhnacht geht es ums Loslassen. Bevor man wirklich etwas Neues beginnen kann, muss man sich von Altem – so gut es eben geht – verabschieden …

Hier sind meine Ideen & Impulse für die erste Rauhnacht.

Sucht euch das raus, was passt! Und gerne auch eure Ideen im Kommentar posten!

Namaste!

 

Vergebungsmeditation (nach Jack Kornfield)

Mache es es dir bequem auf deiner Unterlage oder auf deiner Sitzgelegenheit – lege deine Arme entspannt neben dem Körper ab, deine Beine sind etwas auseinander und die Füße fallen locker nach außen. Dein Rücken und dein Kopf finden ebenfalls eine für dich angenehme Position.

Spüre jetzt einmal bewusst in deinen Körper hinein und ruckel dich ggf. noch einmal zurecht und wenn sich dann alles gut anfühlt, schließe sanft deine Augen.

Du spürst deinen Atem. Nimm wahr, wie er kommt und geht – ein und aus. Achte darauf, wie sich dein Brustkorb hebt und wieder senkt …

Entspannung kommt von ganz allein.

Du spürst deine Unterlage. Wenn du magst, dann lasse deinen Körper schwerer werden und erlaube ihm, noch tiefer in die Unterlage zu sinken. Die Erde trägt dich. Du bist hier vollkommen sicher.

Nimm die Geräusche in dir und um dich heram wahr. Lasse sie einfach an dir vorbei fließen – sie lassen dich tiefer in die Entspannung sinken …Und vielleicht dringst du so vor zu der wundersamen Stille vor, die hinter all den Geräuschen existiert.  Eine Stille, die in dir ist.

Oft ist sie verdeckt durch Gedanken und Geräusche im Außen, aber wenn du ganz achtsam und aufmerksam bist, wirst du sie finden. Die Stille jenseits der Oberfläche.

Oft kann diese Stelle eher gespürt als gehört werden.

Es ist eine besondere Wahrnehmung, die diese Stille erkennt.

Suche jetzt nach diesen Augenblicken der Stille. Fange sie mit deiner Aufmerksamkeit ein und lasse nun diese wundersame Stille durch deinen Körper fließen und durch deinen Geist.

Nimm wahr, wie sich die Stille allmählich im ganzen Körper ausbreitet, wie sie dich ummantelt, umhüllt – wie sie in jede einzelne Zelle deines Körpers dringt. Ruhe. Stille.

Die Stille bewirkt ein tiefes Gefühl des inneren Friedens, der Ausgeglichenheit und Entspannung in dir.

Versuche, während der Vergebungsmeditation in die Brust zu atmen, diese Atmung verschafft dir Raum im Herzbereich.

 

Andere um Vergebung bitten

Mache dir bewusst, dass du im Laufe deines Lebens anderen Menschen in vielfacher Weise verletzt hast. Vielleicht fallen dir jetzt auch ein oder mehrere Beispiele ein. Bitte jetzt andere um Vergebung und wiederhole gedanklich folgende Worte:

„Ich habe andere in vielfacher Weise verletzt, sie im Stich gelassen, verraten und ihnen geschadet. Ich haben ihnen vor lauter Kummer oder auch aus Angst, Wut und Verwirrung wissentlich und unwissentlich in Worten oder Taten Schmerz zugefügt.“

Lasse nun die Erinnerungen zu und werde dir des Leids, dass du den Menschen zugefügt hast, bewusst. Fühle auch dein Bedauern darüber. Du kannst dich von dieser Last befreien kannst, indem du um Vergebung bittest.

Bedrückende Erinnungen aufzuspüren, braucht seine Zeit und auch Mut. Nimm dir diese Zeit und wer auch immer den Raum deiner Erinnerung betritt, sage zu ihm oder ihr: „Ich bitte aus ganzem Herzen um Entschuldigung. Bitte vergib mir.“

 

Sich selbst vergeben

Mache dir dann bewusst, dass du auch dir selbst aus den obigen Gründen wissenlich oder unwissentlich so manches mal selbst geschadet hast. Sage dir gedanklich

„so wie ich anderen Leid zugefügt habe, so habe ich auch mir auf vielfältige Weise wehgetan und geschadet.Ich habe mich wissentlich und unwissentlich in Gedanken, Worten und Tagen verraten, verletzt oder sogar aufgegeben.“

Nimm die Kostbarkeit deines Körpers und deines Lebens wahr.

Lasse die Erinnerungen zu, wo und auf welche Weise du dir selbst geschadet und Kummer bereitet hast. Vergegenwärtige dir hier die Situationen, die dir in den Sinn kommen und lasse auch das Bedauern zu, dass du darüber empfindest und an dem du immer noch schwer trägst. Aber du weißt, dass du auch diese Last loswerden kannst, indem du dir selbst verzeihst. Lasse die Vergangenheit ruhen und verzeihe dir jede einzelne Wunde, die du dir selbst zugefügt hast. Sage mehrmals gedanklich zu dir selbst:

„Dass ich mir selbst durch mein Tun und Lassen aus Angst, Pein und Verwirrung auf vielfältige Weise geschadet habe, verzeihe ich mir von ganzem Herzen. Ich vergebe mir.“

 

Anderen vergeben

Und jetzt erinnere dich an das , was andere dir angetan haben. Sage dir

„Mir wurde auf vielfältige Weise durch Gedanken, Worte und Taten wissentlich oder unwissentlich Schaden zugefügt. Ich wurde ausgenutzt, verraten oder im Stich gelassen.“

Lasse alle Verletzungen aufkommen, all die Situationen, die dich aktuell noch belasten.
Nimm das Leid wahr, dass dir dadurch zugefügt wurde. Und wer auch jetzt immer den Raum deiner Erinnerung betritt, versuche, ihm/ihr um deiner selbst willen zu vergeben. Lasse diese Last los, indem du wiederholt sagst: „Ich vergebe dir!“

Erinnere dich an viele Situationen wie möglich, in denen andere dir aus lauter Wut, Angst, Schmerz und Verwirrung Schaden zugefügt haben. Sage dir „Ich habe darunter lange genug gelitten. Ich vergebe den anderen, sogut ich kann. Ich verzeihe meinen Peinigern, ich vergebe euch.“

 

Du kannst diese Meditationen auch gezielt nur für einzelne Personen / Situationen machen. Wenn es etwas gibt, was dich sehr belastet. dann schaue, dass du dir erstmal hier Erleichterung verschaffst.

 

Lasse dann alle Bilder wieder los. Alles darf jetzt wieder ziehen. Verweile, so lange, wie du es magst, in Stille.
Alles darf sein, halte an nichts fest.

Wiederhole diese Meditation, sooft es dir guttut und so lange, bis du vergeben kannst und Erleichterung spürst …

Vergebung geschieht nicht von heute auf morgen – es ist ein Prozess. Gib dir Zeit.

 

Die Wohnung reinigen

In der ersten Rauhnacht kannst du wunderbar mit einem Besen die Wohnung/das Haus reinigen und so symbolisch alle dunklen Energien rauskehren! Gerne dabei die Affirmation „Glück zieht ein, Pech zieht aus“ rezitieren.

An diesem Tag kannst du auch schon mal anfangen, auszusortieren. Schaue dich in deiner Wohnung / im Kleiderschrank um – was kann weg? In der Regel ist das ein längerer Prozess und es bietet sich an, hiermit im Januar fortzufahren.

 

Abschied im Feuer

Wovon möchtest du dich sinnbildlich verabschieden? Das können schädliche Gewohnhaften, schwierige Eigenschaften / Charakterzüge oder auch belastende Beziehungen sein. Schreibe kurz und knapp drei der wichtigsten Dinge auf (z.B. Gier, Eifersucht, rauchen, zuviel Alkohol, Süßigkeiten, Unruhe, Trägkeit …) auf einen Zettel. Denke garnicht soviel drüber nach, schreibe das auf, was dir als erstes in den Sinn kommt … Nimm dann eine feuerfeste Schale, lege die Zettel hinein und dann entzünde sie. Wiederhole mehrmals innerlich: „ich entlasse meine Wut, meine Geldprobleme, … (eben deine drei Themen) und öffne mich für das Neue, was kommen mag.

Verweile noch ein wenig in Stille vor der Asche ….

 

Aktive Meditation: Loslassen

Denke an all das, was du loslassen möchtes und dann schüttel dich einfach mal mindestens 10 Minuten … Denke dabei an das, was du nicht mehr haben möchtest und spüre, wie die alte Energie aus dir heraus fließt! Lass alles los!

 

Yogapraxis zum Loslassen

Wer gerne Yoga praktiziert, den empfehle ich eine ruhige YinYoga-Praxis mit Vorbeugen und Hüftöffnern.

Auch hierbei könnt ihr z.B. Vergebung üben.

 

Für alle Tage: Verbrenne heute den ersten deiner 13 Wünsche, den du ans Universum abgibst.

Nimm dir Zeit für dein Tagebuch und notiere einfach, wie es dir heute geht, was die Übungen mit dir machen und was dir einfach sonst so kommt!

 

Deine Impulse

Wenn du für die erste Rauhnacht noch weitere Inspirationen hast, poste sie bitte hier rein.

Wie immer gilt: Mache das, was dir guttut! In den Rauhnächten geht es in erster Linie darum, mehr zu sich selbst zu kommen! Und wenn du statt einer langen Sitzmeditation lieber einen schönen achtsamen Spaziergang nur für dich machst, ist das super!

Bis bald und Namasté!

 

 

 

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