Die Bergmeditation ist eine ganz klassische Meditation aus der MSBR.  Ich glaube, es gab sie schon immer … Im Grunde genommen ist es ebenfalls eine Gleichmuts-Meditation, die – regelmäßig praktiziert – zu mehr Ruhe und Stabilität verhilft.  Auch die Baummeditation geht in eine ähnliche Richtung.

Hier heißt es einfach mal ausprobieren, was einem mehr liegt. Ich empfinde die Bergmeditation noch kraftvoller als die Baummeditation, da Bäume ja gelegentlich entwurzelt werden können … Berge sind definitiv unerschütterlich und ich halte mich daher in ganz stürmischen Zeiten doch eher an den Berg und nutze den Baum für kontinuierliche Erdung …

Gleichmut verkörpern beide Meditationen und so ist es auch denkbar, die heilsamen Gleichmutssätze sowohl im Berg als auch im Baum zu verinnerlichen …

Probiert es aus …

Bergmeditation zum Anhören …

Diese Meditation kannst du dir auch gerne auf dein Handy laden, so hast du sie jederzeit dabei!

 

Für Yogis: Meditiert in Tadasana / in der Berghaltung / – das hat eine besondere Qualität …

Die Bergmeditation gibt es als Text und Audio (folgt in Kürze) für euch …

 

Bergmeditation

Finde eine Position, in der du dich gut entspannen und gleichermaßen wach und achtsam bleiben kannst.

Richte wirklich alles so ein, dass dich nichts mehr einengt und du ganz bequem sitzt oder liegst.

Wenn du deine Position gefunden hast, dann nimm jetzt noch einmal einen richtig tiefen Atemzug und dann schließe sanft deine Augen.

Lasse Ruhe einkehren – Ruhe in den Körper und Ruhe in den Geist. Spüre, wie diese wohltuende Ruhe dich immer mehr einnimmt, wie sie dich ummantelt, umhüllt und in jede Zelle deines Körper dringt. Ruhe. Stille. Mit jedem Atemzug entspannst du mehr und immer etwas mehr. Deine Gesichtszüge sind ganz sanft und weich, die Kieferknochen liegen locker aufeinander und auch die Zunge liegt locker am Gaumen … Der ganze Körper lässt los … Spüre, wo er überall die Erde berührt und dann lasse dich gerne noch etwas tiefer in die Unterlage sinken. Spüre die gefestigte Verbindung zur Erde, dich dich sicher trägt.

Genieße es, nichts tun zu müssen.

Und dann stelle dir jetzt einmal einen Berg vor. Vielleicht ist es ein Berg, den du kennst, auf dem du schon einmal warst, von dem du gehört hast oder es ist einfach ein Berg, der jetzt deiner Fantasie entspringt.

Visualisiere den Berg, sogut es dir gerade möglich ist.

Und dann werde dir seiner massiven Form bewusst – des tief in der Erdkruste verwachsenen Fußes, seiner Steilhänge oder der eher sanft abfallenden Bergflanken und des aufragenden Gipfels.

Jeder Berg ist einzigartig und hat besondere Merkmale. Vielleicht hat dein Berg einen ganz hohen Gipfel oder sogar mehrere Spitzen – vielleicht bildet auch ein Plateau den höchsten Punkt deines Berges.
Betrachte seine Flanken. Sind sie bewaldet? Sienst du Wiesen oder Steine? Ist sein Gipfel vielleicht von Schnee bedeckt?

Welche Form und welche Merkmale dein Berg auch immer haben mag – achte darauf, wie massiv und unbeweglich er ist. Wie mächtig er steht, wie schön und wie stolz.

Dein Berg ist wundervoll, einzigartig und dabei so unerschütterlich.

Wie immer sein Erscheinungsbild auch sein mag – verweile dort und atme mit diesem Bild vor deinem geistigen Auge, jetzt, in diesem Augenblick.

Und während du mit dem Berg atmest, erlaube deinem Körper, einmal so ausladend zu werden wie der vorgestellte „Körper“ deines Berges … Wenn es dir angenehm ist – und nur dann – dehne dich gedanklich soweit aus, bis du eins wirst mit deinem Berg und mit ihm verschmilzt.

Dein Kopf wird zum hoch aufragenden Gipfel des Berges, Schultern und Arme zu den Flanken, Gesäß und Beine zur soliden Basis.

In diesem Augenblick bist du nichts anderes als ein atmender Berg, der unbeweglich, ausgeglichen, stabil in der Stille von Körper und Geist verweilt.

So verschieden alle Berge auch sein mögen – sie alle verkörpern die Eigenschaften des Bergseins: Stabilität, Festigkeit und eine unbeirrbare Ruhe.

Und werde dir jetzt dieser Qualitäten bewusst.

Zentriert. Verwurzelt. Ganz präsent. Du bist da – stabil, ruhig und gleichmütig – in jedem Moment.

Tagein, tagaus verharrt der Berg in dieser kraftvollen, unerschütterlichen Ruhe, während die Sonne über den Himmel wandert, Licht, Schatten, Farben und Wetter sich ständig verändern.

Der Berg verweilt einfach nur, ist einfach er selbst.

Während die Jahreszeiten ineinander übergehen und das Wetter von Tag zu Tag, von Augenblick zu Augenblick wechselt, bleibt der Berg still und unbewegt.

Auch wenn er von tosenden Stürmen heimgesucht wird, verharrt der Berg, bleibt einfach er selbst. Unberührt von oberflächlichen Geschehnisse, unberührt von der Welt der Erscheinungen.

Der ewige Wandel des Wetters, der Jahreszeiten, der Umstände beeidrucken den Berg nicht. Tief verwurzelt ist er einfach da.

Mit einem solchen Gefühl und dem Bild des Berges vor deinem inneren Auge kannst du in allen Dingen, die sich in deinem Leben ständig verändern, die gleiche unbeirrbare Ruhe verkörpern, in gleicher Weise gefestigt sein.

Wann immer du merkst, dass du im Alltag zu schwanken beginnst, dass Gedanken und Gefühle übermächtig werden, kannst du dich zurücknehmen und dich mit der Kraft und Festigkeit deines Berges verbinden und sie dir aneignen.

Jederzeit kannst du einfach innehalten und dich mit den Eigenschaften deines Berges verbinden und sie dir zu eigen machen.

Wenn du bewusst mit der Kraft, der Stille und der Unerschütterlichkeit deines Berges verschmilzt, ermöglichst du dir, inmitten aller Wetterlagen die Erfahrung einer inneren Ruhe, Stille und Weisheit zu machen, die tiefer geht, als du es je für möglich gehalten hättest.

Verweile noch einen Moment in diesen wundervollen Qualitäten. Genieße deine Kraft, deine Ruhe, deine Stille im hellen Licht deines Seins (als Endentspannung einer Yogapraxis: … in deinem Shavasana.)

(Pause, ggf. Shavasanalied)

Und dann nimm langsam wieder Geräusche im Außen wahr und komme langsam und in deinem Tempo zurück ins Hier und Jetzt.

nach JON KABAT-ZINN

Reminder …

… als Sperrbildschirm für dein Smartphone 🙂 …

Ich freue mich über …

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Bis bald und Namasté!

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